Pranger Macieira de Cambra

Manuelinischer Pranger aus dem 16. Jh. In diesem Jahrhundert, genauer 1514, verlieh Manuel I. Terra de Cambra das Stadtrecht. Der als Monument von öffentlichem Interesse klassifizierte Pranger steht auf dem Praça de Macieira de Cambra, vor dem Stadtmuseum.

Fluss Caima

Der Fluss Caima, der den Kreis in einen nördlichen und südlichen Bereich teilt, ist der wichtigste Wasserlauf der Gemeinde Vale de Cambra. An seiner Quelle befindet sich ein beeindruckender Wasserfall – Frecha da Mizarela, mit 70 Meter Höhe. Der Fluss, der auf seinem Weg bemerkenswerte Landschaften schafft, entspringt in 900 Meter, verliert dann aber rasch an Höhe. An seinen von Bäumen gesäumten Ufern stößt man auf alte Mühlen und Brücken, die sich in eine herrliche Flusslandschaft einfügen.

Staudamm Eng. Duarte Pacheco

Nach dem Wasserfall fließt der Fluss Caima von steilen Hängen umschlossen bis Rôge, wo sich der Staudamm Eng.º Duarte Pacheco befindet. Er wurde zur Bewässerung der unten im Tal gelegenen fruchtbaren Felder angelegt und bildet einen schönen Rastplatz im Grünen, an dem man das ruhige Wasser dieses Flusses genießen kann.

Hünergrab von Cerqueira oder Pedra Moura

Mitten in der Serra da Freita liegt die Gemeinde Arões, in der alte Siedlungsreste von der seit Jahrtausenden währenden Anwesenheit des Menschen zeugen. Besonders bemerkenswert ist das Hünengrab Anta da Cerqueira I oder auch Pedra Moura I. Das Grab ist Teil einer Begräbnisstätte, zu der momentan acht Monumente gehören, die sich auf einer Ebene im Osten der Serra do Arestal befinden.

Das aus dem Ende des 4. und der ersten Hälfte des 3. Jt. v. Chr. stammende Monument liegt zwischen den Orten Coval/Cerqueira, an der Grenze der Gemeinden Couto Esteves (Sever do Vouga) und Arões (Vale de Cambra). Das Hünengrab, das heute im Verwaltungsgebiet der Gemeinde Sever do Vouga liegt, diente jahrhundertelang als Grenzstein zwischen dieser Gemeinde und Cambro, wovon das in den Deckstein eingeschlagene Kreuz zeugt.

Felszeichnungen   

In der Gemeinde Cepelos, in Gatão, befindet sich eine archäologische Stätte mit Felszeichnungen. Die aus zwei Granitblöcken bestehende Stätte verdankt ihren Namen „Riscos“ (Striche) sehr wahrscheinlich den auf den Felsen sichtbaren Linien und Strichen. Diese entstanden vermutlich während der Kupfersteinzeit und der Bronzezeit. Die Zeichnungen gehören zur sogenannten „Atlantischen Kunst“ und haben möglicherweise eine religiös-symbolische Bedeutung.

Besonders interessant ist auch die in der Gemeinde Rôge, in Sobidade, nahe Aldeia de Trebilhadouro, gelegene archäologische Stätte, wo sich ebenfalls zur atlantischen Kunst zählende Felsmalereien finden.

Aufsatz des Hauptaltars der Pfarrkircke von Rôge

Der Aufsatz des Hauptaltars entstand vermutlich während der in der zweiten Hälfte des 18. Jh. unter der Leitung des Pfarrers João Gomes de Abreu durchgeführten Arbeiten. Er gehört in die Zeit des Spätbarocks und des Rokoko, was sich deutlich an der Ornamentik mit Blumen, Voluten und besonders den asymmetrischen Muscheln zeigt.

Kapelle Nossa Senhora do Desterro und Steinkreuz

Die Kapelle befindet sich in einem mit Bäumen bestandenen und von einer Mauer umschlossenen Park. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jh. über einer kleinen Kirche errichtet und ist ein gutes Beispiel für die Architektur des Eklektizismus. Im Innern des einschiffigen Baus stechen die Bildnisse der Schutzpatronin, der Nossa Senhora do Desterro, sowie ein Bild der Heiligen Dreifaltigkeit, beide aus dem 18. Jh., hervor. Ebenfalls bemerkenswert ist das Bild der Nossa Senhora de Fátima des Künstlers Guilherme Thedim. Die Kapelle ist Ziel zahlreicher Wallfahrten und zieht besonders am Namenstag der Heiligen unzählige Gläubige an.

Der Park bietet einen herrlichen Blick auf eine einmalige Landschaft und reicht an schönen, klaren Tagen bis zum Haff von Aveiro.

Steinkreuz der Pfarrkirche von Rôge

Das am Ende des Kirchplatzes errichtete Steinkreuz stammt aus dem 18. Jh. Es ist ein Beispiel für den sogenannten Joanino-Barrock und wahrscheinlich das schönste Monument seiner Art in ganz Portugal.

Santo António de Lisboa

Die Statue des hl. Antonius, ein Werk des Künstlers João Fragoso, steht im Zentrum der Stadt und ist von außerordentlichem bildhauerischen Wert. Sie erinnert an den Schutzheiligen des Kreises und zählt zu den besten Darstellungen des hl. Antonius des 19. Jh.